North Cascades National Park in Washington

North Cascades National Park in Washington

North Cascades National Park in Washington begeistert mit Gletschern, türkisblauen Seen, wilden Tälern und alpinen Trails nahe Seattle.

Inhaltsverzeichnis

North Cascades National Park: Washingtons wilde Bergwelt für Entdecker

Der North Cascades National Park gehört zu den eindrucksvollsten, aber oft unterschätzten Nationalparks im Nordwesten der USA. Wer an Washington denkt, hat meist Seattle, Mount Rainier oder die Pazifikküste im Kopf. Doch nur wenige Stunden nordöstlich der Metropole beginnt eine Landschaft, die rauer, stiller und alpiner wirkt als viele andere Regionen der Vereinigten Staaten.

Hier treffen schroffe Granitspitzen auf tiefgrüne Wälder, Gletscher auf Wasserfälle und türkisfarbene Stauseen auf einsame Bergpässe. Der Park ist kein Ziel für schnelle Selfies am Straßenrand. Er belohnt Reisende, die gern etwas tiefer eintauchen, wandern, Aussichtspunkte genießen und die Stille der Berge schätzen.

Für deutschsprachige USA Urlauber ist der North Cascades National Park besonders spannend, wenn Sie eine Rundreise durch Washington planen oder nach einem Naturziel abseits der überlaufenen Klassiker suchen. Sie müssen kein erfahrener Bergsteiger sein. Auch mit wenig Zeit können Sie einige der schönsten Eindrücke entlang des North Cascades Highway erleben.

Was macht den North Cascades National Park so besonders?

Eine Landschaft wie aus den Alpen, nur wilder

Die North Cascades tragen nicht zufällig den Beinamen „American Alps“. Die Bergketten wirken steil, zerklüftet und überraschend dramatisch. Mehr als 300 Gletscher liegen in und um den Park. Damit zählt die Region zu den gletscherreichsten Gebieten der zusammenhängenden USA außerhalb Alaskas.

Anders als in vielen bekannteren Nationalparks treffen Sie hier oft auf deutlich weniger Besucher. Das liegt nicht daran, dass die Landschaft weniger spektakulär wäre. Vielmehr verlangt die Region etwas mehr Planung. Viele Höhepunkte erreichen Sie über Wanderwege, kurvige Bergstraßen oder abgelegenere Zugänge. Genau das macht den Reiz aus.

Besonders markant sind die Kontraste. Im Westen wachsen dichte, feuchte Wälder mit Farnen, Moosen und riesigen Nadelbäumen. Weiter östlich wird die Landschaft trockener, sonniger und offener. Innerhalb eines Tages können Sie durch regenwaldartige Täler fahren und später über alpine Pässe mit weitem Blick auf gezackte Gipfel laufen.

Kein klassischer Nationalpark mit einem einzigen Eingang

Der North Cascades National Park wirkt auf der Karte etwas ungewöhnlich. Er besteht aus einem nördlichen und einem südlichen Parkteil. Dazwischen verläuft die Ross Lake National Recreation Area, durch die der berühmte North Cascades Highway führt. Zusammen mit der Lake Chelan National Recreation Area bildet alles den North Cascades National Park Service Complex.

Für Reisende bedeutet das: Viele leicht erreichbare Aussichtspunkte und Seen liegen formal nicht immer direkt im Nationalpark, sondern in der angrenzenden Recreation Area oder im National Forest. Für die Reiseplanung spielt das kaum eine Rolle. Die Landschaft geht fließend ineinander über, und die schönsten Erlebnisse liegen oft entlang derselben Route.

Wo liegt der North Cascades National Park?

Im Norden von Washington, nahe der Grenze zu Kanada

Der Park liegt im Bundesstaat Washington, rund 180 Kilometer nordöstlich von Seattle. Die kanadische Grenze befindet sich nicht weit entfernt, Vancouver in British Columbia liegt ebenfalls in erreichbarer Distanz. Die Region gehört zur Kaskadenkette, die sich von British Columbia bis nach Nordkalifornien zieht.

Der wichtigste Zugang für die meisten Reisenden ist der North Cascades Highway, offiziell Washington State Route 20. Diese Straße führt von Westen nach Osten quer durch die Berglandschaft. Sie verbindet Orte wie Sedro-Woolley und Marblemount auf der Westseite mit Winthrop und Mazama im Methow Valley auf der Ostseite.

Die wichtigsten Bereiche für Besucher

Wenn Sie den Park zum ersten Mal besuchen, hilft eine grobe Orientierung. Die Region wirkt groß, doch viele Highlights verteilen sich entlang weniger Hauptachsen.

  • Westlicher Zugang: Marblemount und Newhalem eignen sich gut für Tagesausflüge ab Seattle oder als Startpunkt für Wanderungen.
  • Zentraler Abschnitt: Diablo Lake, Ross Lake und mehrere Aussichtspunkte liegen direkt oder nahe am Highway 20.
  • Östlicher Zugang: Rainy Pass, Washington Pass und das Methow Valley bieten alpine Wanderungen und trockenere Berglandschaften.
  • Südlicher Zugang: Stehekin am Lake Chelan ist nur per Boot, Wasserflugzeug oder zu Fuß erreichbar und wirkt wie eine kleine Welt für sich.

Warum lohnt sich ein Besuch?

Türkisblaues Wasser, Gletscherblick und echte Ruhe

Ein Besuch lohnt sich vor allem, wenn Sie Natur nicht nur anschauen, sondern spüren möchten. Der Park bietet eine seltene Mischung aus dramatischen Bergen, klaren Flüssen, stillen Wäldern und Aussichten, die sich nicht sofort erschließen. Viele Orte wirken ursprünglicher als in stark besuchten Parks im Südwesten.

Besonders bekannt ist der Blick auf den Diablo Lake. Sein Wasser leuchtet je nach Licht milchig türkis bis smaragdgrün. Die Farbe entsteht durch feines Gletschermehl, das von den umliegenden Gletschern in die Flüsse gelangt. Der Diablo Lake Overlook gehört zu den besten Stopps entlang des Highways und ist auch ohne Wanderung erreichbar.

Wer gern wandert, findet eine große Bandbreite. Es gibt kurze Wege durch alte Wälder, moderate Touren zu Seen und anspruchsvolle Routen in alpines Gelände. Viele Wanderungen sind deutlich weniger überlaufen als vergleichbare Trails in bekannteren Nationalparks.

Ein Ziel für Individualreisende mit Sinn für Details

Der North Cascades National Park eignet sich besonders für Reisende, die gern flexibel unterwegs sind. Statt einer durchgetakteten Sehenswürdigkeitenliste erwartet Sie eine Region, in der Wetter, Jahreszeit und persönliche Kondition die Route mitbestimmen.

Vielleicht halten Sie spontan an einem Flussufer. Vielleicht planen Sie eine frühe Wanderung zum Cascade Pass. Oder Sie fahren bis Washington Pass und genießen dort den Blick auf Liberty Bell Mountain. Solche Momente machen den Park besonders. Nicht jede Minute ist spektakulär im lauten Sinn, aber viele Eindrücke bleiben lange im Gedächtnis.

Beste Reisezeit für den North Cascades National Park

Sommer: die verlässlichste Zeit für Straßen und Wanderwege

Die beste Reisezeit liegt meist zwischen Juli und September. Dann sind die höheren Wanderwege in der Regel schneefrei, der North Cascades Highway ist geöffnet, und die Tage sind lang. Im Juli blühen auf vielen alpinen Wiesen Wildblumen. Im August sind die Bedingungen oft stabil, allerdings kann Rauch von Waldbränden in manchen Jahren die Sicht beeinträchtigen.

Der September ist für viele Individualreisende ideal. Die Hauptferienzeit klingt ab, die Luft wird klarer, und die Temperaturen sind oft angenehm. In höheren Lagen können die Nächte jedoch bereits kalt werden. Ab Ende September und im Oktober zeigen sich in einigen Bereichen goldene Lärchen, vor allem östlich des Hauptparks rund um Rainy Pass, Heather Pass und das Methow Valley.

Frühjahr, Herbst und Winter: schön, aber mit Einschränkungen

Im Frühjahr liegt in höheren Lagen oft noch Schnee. Tiefer gelegene Wege können bereits reizvoll sein, doch viele alpine Trails bleiben bis weit in den Sommer hinein schwierig. Wasserfälle führen im späten Frühling besonders viel Wasser, was die Täler sehr lebendig wirken lässt.

Der Herbst bringt kräftige Farben, weniger Besucher und frische Bergluft. Gleichzeitig steigt das Risiko für frühe Schneefälle. Der Winter verwandelt die Region in ein stilles Schneeland, aber der North Cascades Highway ist normalerweise über die hohen Pässe geschlossen. Die Sperrung betrifft meist den Abschnitt zwischen Ross Dam Trailhead beziehungsweise dem Bereich westlich der Pässe und der Ostseite Richtung Mazama. Die genauen Daten hängen jedes Jahr vom Wetter ab.

Anreise und Parken: So kommen Sie entspannt in die Berge

Mit dem Auto ab Seattle

Für die meisten USA Urlauber ist ein Mietwagen die beste Wahl. Ab Seattle fahren Sie je nach Verkehr etwa zweieinhalb bis drei Stunden bis in den westlichen Parkbereich bei Newhalem oder zum Diablo Lake Overlook. Von Vancouver in Kanada dauert die Fahrt ebenfalls ungefähr drei bis vier Stunden, abhängig vom Grenzübergang.

Die klassische Route ab Seattle führt nach Norden über die Interstate 5 und dann Richtung Osten über Sedro-Woolley auf den Highway 20. Schon die Fahrt wird zunehmend schöner. Spätestens hinter Marblemount rücken die Berge näher, die Straße folgt Flüssen und schneidet sich in enge Täler.

Parken an Aussichtspunkten und Trailheads

An vielen Aussichtspunkten entlang des North Cascades Highway gibt es Parkplätze. Am Diablo Lake Overlook, in Newhalem oder an kleineren Straßenstopps finden Sie meist ausreichend Platz, solange Sie nicht sehr spät an beliebten Sommertagen ankommen.

Bei bekannten Wanderwegen sieht es anders aus. Trailheads wie Cascade Pass, Blue Lake oder Maple Pass können früh voll werden. Starten Sie an Wochenenden möglichst am Morgen. Prüfen Sie außerdem, ob für Ihren konkreten Trail ein Pass nötig ist. Manche Wege liegen im National Forest und verlangen einen Northwest Forest Pass oder einen anerkannten America the Beautiful Pass. Für den eigentlichen Nationalpark wird dagegen kein klassischer Eintritt erhoben.

Sehenswürdigkeiten im und nahe am Park

Diablo Lake Overlook: der einfache Wow Moment

Der Diablo Lake Overlook ist einer der bekanntesten Stopps der Region. Sie stehen hoch über dem See und blicken auf türkisfarbenes Wasser, bewaldete Hänge und schneebedeckte Gipfel. Der Aussichtspunkt liegt direkt am Highway 20 und eignet sich perfekt für eine Pause auf der Durchfahrt.

Besonders schön ist der Blick am Vormittag oder späten Nachmittag, wenn das Licht weicher fällt. Bei bewölktem Himmel leuchtet das Wasser oft weniger intensiv, doch die Stimmung wirkt dann mystischer.

Newhalem und Ladder Creek Falls

Newhalem ist ein kleiner Ort im Parkkomplex und ein guter kurzer Halt. Hier finden Sie ein Visitor Center, Spazierwege und Zugang zu den Ladder Creek Falls. Der Weg zu den Wasserfällen ist kurz, führt über Brücken und durch feuchte Waldabschnitte.

Auch der Trail of the Cedars lohnt sich, wenn Sie eine einfache Runde suchen. Er vermittelt einen guten Eindruck von den dichten Wäldern auf der Westseite der Cascades.

Washington Pass Overlook: alpine Straße mit großer Bühne

Weiter östlich erreicht der Highway 20 den Washington Pass. Der Aussichtspunkt bietet einen beeindruckenden Blick auf Liberty Bell Mountain und die umliegenden Gipfel. Die kurze asphaltierte Runde vom Parkplatz ist leicht zugänglich, solange kein Schnee liegt.

Dieser Bereich fühlt sich deutlich alpiner und trockener an als die Westseite. Wenn Sie den Park nur auf einer Durchfahrt erleben, gehört Washington Pass zu den Stopps, die Sie nicht auslassen sollten.

Wanderklassiker: Cascade Pass, Blue Lake und Maple Pass

Der Cascade Pass Trail zählt zu den großen Wanderklassikern der North Cascades. Er führt in eine hochalpine Landschaft mit weitem Blick auf Gletscher und Gipfel. Die Zufahrt über die Cascade River Road ist allerdings lang, teilweise unbefestigt und wetterabhängig. Prüfen Sie vorab den Straßenzustand.

Blue Lake und Maple Pass liegen östlich des Kernparks im Bereich des Okanogan-Wenatchee National Forest. Beide Wanderungen sind sehr beliebt, weil sie mit vergleichsweise gut erreichbaren Bergpanoramen belohnen. Maple Pass ist besonders im Herbst bekannt, wenn die Lärchen golden leuchten. Auch hier gilt: früh starten und die Parkregeln beachten.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Winthrop und das Methow Valley

Östlich des Parks liegt das Methow Valley mit dem Ort Winthrop. Der kleine Ort ist für seine Westernfassaden bekannt und eignet sich gut als Übernachtungsstopp nach einer Fahrt über den Highway 20. Die Umgebung ist trockener, sonniger und offener als die Westseite der Cascades.

Im Sommer locken Wanderungen, Radwege und Flusslandschaften. Im Winter ist das Methow Valley ein bekanntes Gebiet für Langlauf, auch wenn der Highway 20 dann nicht durchgehend erreichbar ist.

Lake Chelan und Stehekin

Südöstlich des Parks liegt der lange, schmale Lake Chelan. Am nördlichen Ende befindet sich Stehekin, ein abgelegener Ort ohne direkte Straßenverbindung. Sie erreichen ihn per Boot, Wasserflugzeug oder über Fernwanderwege.

Stehekin eignet sich nicht für einen schnellen Abstecher, aber für Reisende mit mehr Zeit ist es ein besonderer Ort. Die Mischung aus See, Bergen und Abgeschiedenheit zeigt eine ganz eigene Seite der North Cascades.

Mount Baker Region

Nordwestlich des Parks liegt die Mount Baker Region. Sie ist nicht direkt Teil des Nationalparks, passt aber hervorragend in eine längere Washington Rundreise. Die Gegend bietet Vulkangipfel, Bergseen und Panoramastraßen. Besonders im Spätsommer und frühen Herbst ist sie ein reizvoller Zusatz, wenn Sie alpine Landschaften mögen.

Beste Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe

Westseite: Marblemount, Rockport und Concrete

Wenn Sie von Seattle kommen und früh wandern möchten, ist die Westseite praktisch. Marblemount liegt nahe an der Cascade River Road und eignet sich gut für Touren Richtung Cascade Pass. Die Auswahl ist begrenzt, daher sollten Sie in der Hauptsaison früh buchen.

Rockport und Concrete bieten weitere einfache Unterkünfte, Motels, Cabins und Campingmöglichkeiten. Erwarten Sie keine große Hotelinfrastruktur. Der Vorteil liegt in der Nähe zu Newhalem, Diablo Lake und den westlichen Parkbereichen.

Ostseite: Winthrop, Mazama und Twisp

Für viele Reisende ist die Ostseite besonders angenehm. Winthrop, Mazama und Twisp bieten Lodges, Inns, Ferienhütten und Restaurants. Die Orte eignen sich gut, wenn Sie Wanderungen rund um Washington Pass, Blue Lake oder Maple Pass planen.

Mazama liegt näher an den alpinen Trailheads, Winthrop bietet mehr Auswahl an Restaurants und Unterkünften. Wenn Sie eine Rundreise fahren, kann eine Nacht auf der Westseite und eine Nacht im Methow Valley sehr sinnvoll sein.

Camping im Park und in der Umgebung

Camping ist eine gute Option, wenn Sie naturnah reisen. Es gibt mehrere Campgrounds im Parkkomplex, unter anderem bei Newhalem, Colonial Creek und entlang des Ross Lake Bereichs. Einige Plätze lassen sich reservieren, andere funktionieren je nach Saison nach dem Prinzip „first come, first served“.

Für Übernachtungen im Backcountry benötigen Sie ein Permit. Informieren Sie sich rechtzeitig über Regeln, Bärenaufbewahrung und aktuelle Bedingungen. In der Hauptsaison sind beliebte Backcountry Zonen schnell vergeben.

Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?

Ein Tag: ideal für die Panoramastraße

Mit einem Tag können Sie einen guten ersten Eindruck gewinnen. Fahren Sie den Highway 20, halten Sie in Newhalem, am Diablo Lake Overlook, an den Gorge Creek Falls und am Washington Pass. Diese Variante passt gut in eine Rundreise, wenn Sie von Seattle Richtung Winthrop oder weiter nach Ostwashington fahren.

Planen Sie trotzdem nicht zu knapp. Die Entfernungen wirken auf der Karte kleiner, als sie sich auf Bergstraßen anfühlen. Außerdem werden Sie öfter anhalten wollen.

Zwei bis drei Tage: die beste Wahl für aktive Reisende

Mit zwei bis drei Tagen erleben Sie den Park deutlich intensiver. Sie können eine größere Wanderung einbauen, die Westseite erkunden und auf der Ostseite übernachten. Diese Dauer eignet sich sehr gut für Individualreisende, die Natur und Flexibilität schätzen.

Ein möglicher Ablauf: Am ersten Tag fahren Sie ab Seattle nach Newhalem oder Marblemount. Am zweiten Tag wandern Sie am Cascade Pass oder erkunden Diablo Lake und Ross Lake. Am dritten Tag fahren Sie über Washington Pass ins Methow Valley und machen eine Wanderung bei Blue Lake oder Maple Pass.

Vier Tage und mehr: für Wanderer und ruhige Momente

Wenn Sie gern wandern, fotografieren oder einfach langsamer reisen, lohnen sich vier oder mehr Tage. Dann können Sie auch abgelegenere Bereiche einplanen, vielleicht Stehekin besuchen oder mehrere Nächte im Methow Valley verbringen.

Kosten und Eintritt

Kein Eintritt für den Nationalpark, aber mögliche Zusatzkosten

Der North Cascades National Park erhebt allgemein keinen Eintritt. Das ist für einen US Nationalpark ungewöhnlich angenehm. Dennoch können Kosten anfallen, etwa für Camping, Bootstransfers, Backcountry Permits oder bestimmte Parkpässe an Trailheads im angrenzenden National Forest.

Wenn Sie mehrere Nationalparks auf Ihrer USA Reise besuchen, kann der America the Beautiful Pass trotzdem sinnvoll sein. Er gilt in vielen Nationalparks und an zahlreichen Bundesflächen. Prüfen Sie aber immer den konkreten Trailhead, denn Regelungen können je nach Zuständigkeit variieren.

Praktische Reisetipps für Ihren Besuch

Wetter, Straßen und Ausrüstung ernst nehmen

Die North Cascades sind wild und wetteranfällig. Selbst im Sommer kann es in höheren Lagen kühl, windig oder neblig werden. Nehmen Sie mehrere Kleidungsschichten mit, auch wenn Sie im Tal bei warmem Wetter starten.

  • Prüfen Sie Straßenzustände: Besonders der Highway 20 und die Cascade River Road können saisonal oder nach Unwettern beeinträchtigt sein.
  • Starten Sie früh: Beliebte Trailheads füllen sich schnell, und Nachmittagswetter kann in den Bergen wechselhaft werden.
  • Laden Sie Offline Karten herunter: Mobilfunkempfang ist in vielen Bereichen schwach oder nicht vorhanden.
  • Nehmen Sie genug Wasser und Snacks mit: Versorgung gibt es nur in wenigen Orten, nicht an jedem Aussichtspunkt.
  • Bleiben Sie auf den Wegen: Alpine Wiesen reagieren empfindlich auf Tritte und brauchen lange zur Erholung.

Wildtiere respektvoll beobachten

Im Park leben unter anderem Schwarzbären, Hirsche, Murmeltiere, Pikas und zahlreiche Vogelarten. Mit Glück sehen Sie auch Bergziegen in höheren Lagen. Halten Sie Abstand und füttern Sie niemals Tiere. Lebensmittel sollten Sie sicher verstauen, besonders auf Campingplätzen und im Backcountry.

Hunde sind im Nationalpark nur eingeschränkt erlaubt, meist auf Straßen, Parkplätzen und bestimmten ausgewiesenen Bereichen. Auf vielen Trails dürfen sie nicht mitgeführt werden. Wenn Sie mit Hund reisen, prüfen Sie vorab die Regeln für den jeweiligen Weg.

FAQ zum North Cascades National Park

Ist der North Cascades National Park für einen Tagesausflug ab Seattle geeignet?

Ja, ein Tagesausflug ist möglich, vor allem wenn Sie sich auf Newhalem, Diablo Lake und einige Aussichtspunkte entlang des Highway 20 konzentrieren. Es wird jedoch ein langer Tag. Für Wanderungen oder eine entspannte Durchfahrt bis Winthrop sind ein bis zwei Übernachtungen deutlich angenehmer.

Wann ist der North Cascades Highway geöffnet?

Der Highway 20 ist in der Regel vom späten Frühling bis in den Herbst durchgehend geöffnet. Im Winter wird der Abschnitt über die hohen Pässe wegen Schnee geschlossen. Die genauen Öffnungs und Schließzeiten ändern sich jedes Jahr. Prüfen Sie vor Ihrer Fahrt die aktuellen Informationen des Washington State Department of Transportation.

Brauche ich ein Allradfahrzeug?

Für den Highway 20 brauchen Sie bei normalen Sommerbedingungen kein Allradfahrzeug. Ein normaler Mietwagen reicht aus. Einige Zufahrten zu Wanderwegen, etwa die Cascade River Road, können rauer sein. Fahren Sie dort vorsichtig und prüfen Sie, ob Ihr Mietwagenvertrag unbefestigte Straßen erlaubt.

Welche Wanderung eignet sich für den ersten Besuch?

Wenn Sie eine einfache bis moderate Tour suchen, sind kurze Wege bei Newhalem oder der Blue Lake Trail je nach Kondition gute Optionen. Für erfahrenere Wanderer ist der Cascade Pass Trail ein Klassiker. Maple Pass bietet großartige Ausblicke, liegt aber außerhalb des eigentlichen Nationalparks und ist besonders im Herbst sehr beliebt.

Kann man im Park gut fotografieren?

Ja, besonders am Diablo Lake Overlook, am Washington Pass, entlang des Skagit River und auf alpinen Wanderwegen. Morgens und am späten Nachmittag wirkt das Licht oft weicher. Nehmen Sie ein Teleobjektiv mit, wenn Sie Bergdetails oder Wildtiere aus sicherer Entfernung fotografieren möchten.

Gibt es Restaurants und Tankstellen im Park?

Die Infrastruktur ist begrenzt. In kleinen Orten wie Marblemount, Concrete, Winthrop oder Mazama finden Sie Restaurants, Cafés und Tankstellen. Im zentralen Parkbereich sollten Sie nicht mit großer Versorgung rechnen. Tanken Sie rechtzeitig und nehmen Sie Proviant mit.

Ist der Park auch für Familien geeignet?

Ja, wenn Sie die Route passend planen. Kurze Spaziergänge, Aussichtspunkte und Wasserfälle eignen sich gut für Familien. Längere alpine Wanderungen verlangen jedoch Trittsicherheit, Ausdauer und gute Vorbereitung. Achten Sie besonders auf Wetterwechsel und ausreichend Pausen.

Wie unterscheidet sich North Cascades von Mount Rainier?

Mount Rainier konzentriert sich stark auf einen dominanten Vulkan und ist deutlich bekannter. North Cascades wirkt weitläufiger, rauer und stiller. Statt eines zentralen Berges erleben Sie ein ganzes Gebirge mit vielen Gipfeln, Gletschern, Seen und Tälern. Beide Parks ergänzen sich hervorragend auf einer Washington Rundreise.

Ein Park für Reisende, die gern genauer hinsehen

Der North Cascades National Park ist kein Ziel, das sich in einer einzigen Aussicht erschöpft. Seine Stärke liegt in der Vielfalt und in der Atmosphäre. Mal stehen Sie über einem türkisfarbenen See, mal laufen Sie durch feuchten Wald, mal blicken Sie von einem Pass auf eine Wand aus Gipfeln.

Wenn Sie Washington abseits der großen Städte erleben möchten, gehört dieser Park auf Ihre Route. Planen Sie genug Zeit ein, prüfen Sie Wetter und Straßen, und lassen Sie Raum für spontane Stopps. Dann zeigt Ihnen die Region genau das, was sie so besonders macht: eine wilde, klare und eindrucksvolle Bergwelt im Nordwesten der USA.

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