Hawaii Reiseführer: Sehenswürdigkeiten, Highlights & Reisetipps
Hawaii verbindet aktive Vulkane, polynesische Kultur, Traumstrände und Regenwald zu einer der vielseitigsten USA-Reisen im Pazifik.
Kurze Fakten zu Hawaii
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Hauptstadt | Honolulu |
| Größte Stadt | Honolulu |
| Einwohnerzahl | rund 1,44 Millionen |
| Fläche | rund 28.300 km² inklusive Wasserflächen |
| Zeitzone | Hawaii Standard Time, UTC minus 10, keine Sommerzeit |
| Spitzname | The Aloha State |
| Aufnahme in die USA | 21. August 1959, als 50. Bundesstaat |
| Höchster Punkt | Mauna Kea, 4.207 Meter über dem Meeresspiegel |
| Bekannteste Sehenswürdigkeit | Waikiki Beach, Pearl Harbor und der Hawaiʻi Volcanoes National Park |
Hawaii verstehen: Inselstaat im offenen Pazifik
Wo Hawaii liegt und warum die Entfernung Teil des Erlebnisses ist
Hawaii liegt rund 3.900 Kilometer südwestlich von Kalifornien und etwa 6.200 Kilometer von Japan entfernt. Der Bundesstaat besteht aus einer langen Inselkette vulkanischen Ursprungs, die sich über mehr als 2.400 Kilometer durch den Nordpazifik zieht. Für Reisende sind vor allem sechs Inseln relevant: Oʻahu, Maui, Hawaiʻi Island, Kauaʻi, Molokaʻi und Lānaʻi. Niʻihau ist privat und nur sehr eingeschränkt zugänglich, Kahoʻolawe dient vor allem kulturellen und ökologischen Projekten.
Die Inseln unterscheiden sich stärker, als viele Erstbesucher erwarten. Oʻahu ist urban, lebendig und historisch dicht. Maui verbindet Badeurlaub mit Berglandschaften und kurvenreichen Küstenstraßen. Hawaiʻi Island, oft Big Island genannt, wirkt rauer, größer und geologisch dramatischer. Kauaʻi ist grün, zerklüftet und ideal für Wanderer. Molokaʻi und Lānaʻi zeigen ein ruhigeres Hawaii, das sich dem schnellen Tourismus weitgehend entzieht.
Was Hawaii besonders macht
Hawaii ist der einzige US-Bundesstaat, der vollständig aus Inseln besteht, der einzige mit königlicher Vergangenheit und einer der wenigen Orte weltweit, an denen Sie an einem Tag vom tropischen Strand bis in alpine Höhen fahren können. Auf Big Island liegen schwarze Lavafelder, grüne Weiden, Regenwald, Schneegipfel und Korallenbuchten in erstaunlicher Nähe.
Auch kulturell ist Hawaii kein austauschbares Strandziel. Die hawaiische Sprache, Hula, Lei, traditionelle Fischteiche, Ahnenorte und der Begriff Aloha prägen den Alltag stärker, als es touristische Klischees vermuten lassen. Wer aufmerksam reist, merkt schnell: Hawaii ist nicht nur Kulisse, sondern Heimat einer lebendigen indigenen Kultur.
Geschichte Hawaiis: Königreich, Plantagen und 50. Bundesstaat
Von polynesischen Seefahrern zum Königreich Hawaii
Die ersten Siedler kamen vermutlich zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert aus Polynesien. Sie navigierten über riesige Ozeanräume mit Sternen, Wellenmustern, Vögeln und Wind. Auf den Inseln entwickelten sie komplexe Gemeinschaften mit Terrassenfeldern, Fischteichen und religiösen Stätten, den Heiau.
Ende des 18. Jahrhunderts erreichten europäische Schiffe die Inseln. Kapitän James Cook landete 1778 auf Kauaʻi und nannte die Inselgruppe Sandwich Islands. Kurz darauf gewann Kamehameha I. an Macht. Er vereinte die Inseln bis 1810 zum Königreich Hawaii. Seine Statue steht heute vor dem Aliʻiōlani Hale in Honolulu und wird besonders am Kamehameha Day mit Lei geschmückt.
Missionare, Walfänger, Plantagenwirtschaft
Im 19. Jahrhundert veränderten Missionare, Händler und Walfänger Hawaii tiefgreifend. Lahaina auf Maui wurde zu einem wichtigen Walfanghafen. Später bestimmten Zuckerrohr und Ananas die Wirtschaft. Arbeiter aus China, Japan, Portugal, Korea, Puerto Rico und den Philippinen kamen auf die Plantagen. Aus dieser Mischung entstand eine Alltagskultur, die Sie heute in Sprache, Küche und Familiennamen wiederfinden.
1893 wurde Königin Liliʻuokalani durch eine von Geschäftsinteressen unterstützte Gruppe gestürzt. 1898 annektierten die USA Hawaii, 1941 griff Japan Pearl Harbor an, wodurch die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eintraten. 1959 wurde Hawaii der 50. US-Bundesstaat. Parallel wuchs seit den 1970er-Jahren eine hawaiische Renaissance, die Sprache, Musik, Navigation, Hula und politische Selbstbestimmung wieder stärker ins Zentrum rückte.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
| Sehenswürdigkeit | Ort | Besonderheit |
|---|---|---|
| Waikiki Beach | Honolulu, Oʻahu | Berühmter Stadtstrand mit Diamond Head im Hintergrund |
| Pearl Harbor National Memorial | Oʻahu | Historischer Ort mit USS Arizona Memorial |
| Hawaiʻi Volcanoes National Park | Hawaiʻi Island | Aktive Vulkane, Krater, Lavafelder und Thurston Lava Tube |
| Haleakalā National Park | Maui | Sonnenaufgang über einem riesigen Vulkanbecken |
| Nā Pali Coast | Kauaʻi | Steile Klippen, abgelegene Täler und spektakuläre Bootsfahrten |
| Waimea Canyon | Kauaʻi | Roter Canyon mit Aussichtspunkten und Wanderwegen |
| Road to Hāna | Maui | Küstenstraße mit Wasserfällen, Regenwald und schwarzen Stränden |
| Mauna Kea | Hawaiʻi Island | Höchster Berg Hawaiis, Observatorien und Sternenhimmel |
| ʻIolani Palace | Honolulu, Oʻahu | Einziger Königspalast auf US-Boden |
| Kalaupapa National Historical Park | Molokaʻi | Abgelegene Halbinsel mit bewegender Geschichte |
Die schönsten Städte in Hawaii
| Stadt oder Ort | Insel | Charakter und Reisetipp |
|---|---|---|
| Honolulu | Oʻahu | Hauptstadt, Museen, Chinatown, Waikiki, Königspalast und Nachtleben |
| Kailua | Oʻahu | Helle Sandstrände, Kajaktouren zu den Mokulua Islands, entspannte Cafés |
| Haleʻiwa | Oʻahu | Surferort an der North Shore, Food Trucks, Galerien und Shave Ice |
| Hilo | Hawaiʻi Island | Regenreiche, grüne Stadt mit Farmers Market, Wasserfällen und altem Hawaii-Flair |
| Kailua-Kona | Hawaiʻi Island | Sonnige Westküste, Kaffeeplantagen, Schnorcheln und Manta-Ray-Touren |
| Waimea | Hawaiʻi Island | Paniolo-Kultur, Ranchlandschaft, Blick auf Mauna Kea |
| Kahului | Maui | Verkehrsknotenpunkt, guter Start für ʻĪao Valley und Upcountry Maui |
| Kīhei | Maui | Sonnige Ferienorte, gute Strände und viele Ferienwohnungen |
| Pāʻia | Maui | Bunter Ort mit Windsurf-Geschichte, Boutiquen und Startpunkt der Road to Hāna |
| Līhuʻe | Kauaʻi | Flughafenstadt, Kauaʻi Museum, Nähe zu Wailua Falls und Kalapakī Beach |
| Hanalei | Kauaʻi | Tal, Bucht, Pier und grüne Bergkulisse an der North Shore |
| Lānaʻi City | Lānaʻi | Kleiner Hochlandort mit Plantagengeschichte und ruhiger Atmosphäre |
Oʻahu: Honolulu, Surfküsten und Geschichte auf engem Raum
Honolulu und Waikiki ohne Scheuklappen erleben
Honolulu ist mehr als der Hotelgürtel von Waikiki. Beginnen Sie im historischen Zentrum beim ʻIolani Palace, dem Kawaiahaʻo Church und dem Aliʻiōlani Hale. Das Bishop Museum erklärt hawaiische Kultur, Naturgeschichte und polynesische Navigation besser als jede Broschüre. Chinatown lohnt sich für Bars, Galerien, Lei-Läden und moderne Restaurants, besonders rund um Hotel Street, Smith Street und Maunakea Street.
Waikiki bleibt trotz Hochhäusern ein sinnvoller Einstieg. Der Strand ist geschützt, der Blick auf Diamond Head unverwechselbar und Anfänger finden gute Surfkurse. Wer früh aufsteht, erlebt Waikiki fast still: Paddler ziehen hinaus, Reinigungsteams glätten den Sand, und am Queen’s Beach wirkt die Stadt noch nicht überdreht.
North Shore, Windward Coast und Pearl Harbor
An der North Shore zeigen Strände wie Waimea Bay, Sunset Beach, Banzai Pipeline und Ehukai Beach im Winter gewaltige Wellen. Im Sommer sind manche Buchten deutlich ruhiger und eignen sich zum Schnorcheln, etwa Shark’s Cove, sofern die Bedingungen passen. Haleʻiwa liefert den passenden Zwischenstopp mit Food Trucks, Surfshops und Matsumoto Shave Ice.
Auf der grünen Windward Coast liegen Kailua Beach und Lanikai Beach. Beide sind landschaftlich reizvoll, aber Parkplätze sind knapp und Rücksicht auf Wohngebiete ist wichtig. Pearl Harbor sollten Sie vorab reservieren. Das USS Arizona Memorial berührt besonders, wenn man sich Zeit für die Ausstellung nimmt und nicht nur das Boot zum Denkmal als Pflichttermin betrachtet.
Maui: Vulkangipfel, Küstenkurven und das leise Upcountry
Haleakalā und die Landschaft über den Wolken
Der Haleakalā National Park schützt einen der eindrucksvollsten Vulkanräume Hawaiis. Der Sonnenaufgang am Gipfel ist berühmt und reservierungspflichtig. Mindestens genauso schön ist der späte Nachmittag, wenn die Farben weicher werden und die meisten Besucher bereits bergab fahren. Bringen Sie warme Kleidung mit. Auf über 3.000 Metern kann es kalt und windig sein.
Wanderer wählen den Sliding Sands Trail, auf Hawaiianisch Keoneheʻeheʻe, der in eine karge Welt aus roten, grauen und ockerfarbenen Vulkanhängen führt. Unten am Kipahulu District warten die Pools of ʻOheʻo und der Pīpīwai Trail durch Bambuswald zum Waimoku Falls. Prüfen Sie jedoch Sperrungen, denn Starkregen verändert die Wege schnell.
Road to Hāna mit Geduld statt Checkliste
Die Road to Hāna, offiziell ein Abschnitt des Hāna Highway, ist kein Rennen. Zwischen Pāʻia, Twin Falls, Keʻanae Peninsula, Waiʻānapanapa State Park und Hāna liegen enge Brücken, Haarnadelkurven und Ausblicke in den Regenwald. Für den schwarzen Sandstrand im Waiʻānapanapa State Park brauchen Besucher eine Reservierung.
Planen Sie lieber wenige Stopps intensiv. Keʻanae zeigt alte Taro-Felder und raue Lavafelsen. Hāna selbst wirkt klein, aber die Umgebung entfaltet ihren Reiz, wenn Sie übernachten. Dann erleben Sie die Küste am Morgen, bevor Tagesausflügler eintreffen. Nach den Bränden von 2023 gilt für West Maui besondere Sensibilität. Lahaina bleibt ein Ort der Trauer, Erinnerung und des Wiederaufbaus. Informieren Sie sich vor Ort, welche Bereiche Besucher willkommen heißen und welche nicht.
Hawaiʻi Island: Big Island zwischen Lava, Sternen und Kaffee
Vulkane, Krater und junge Erde
Hawaiʻi Island ist größer als alle anderen Hauptinseln zusammen. Im Hawaiʻi Volcanoes National Park sehen Sie, wie jung diese Insel geologisch ist. Der Kīlauea zählt zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Eruptionen ändern sich, Pausen kommen vor, Wege werden geschlossen oder geöffnet. Aktuelle Informationen des National Park Service sind hier wichtiger als alte Reiseberichte.
Die Crater Rim Drive, die Chain of Craters Road, die Nāhuku Thurston Lava Tube und Aussichtspunkte am Kīlauea-Krater gehören zu den Kernzielen. Wer mehr Zeit hat, fährt bis zu den Lavafeldern nahe der Küste. Bleiben Sie auf markierten Wegen. Lava kann brüchig sein, und vulkanische Gase sind für Menschen mit Atemproblemen belastend.
Kona, Hilo, Mauna Kea und die Küstenvielfalt
Die Kona Coast ist sonnig, trocken und bekannt für Kaffee. Plantagen bei Holualoa, Captain Cook und Kealakekua bieten Führungen an. In der Kealakekua Bay schnorcheln Sie bei klarer Sicht über Korallen und Riff-Fischen. Abends starten Manta-Ray-Touren, bei denen Sie mit Lichtquellen im Wasser schweben, während die Tiere Plankton filtern.
Hilo auf der Ostseite ist feuchter, grüner und unaufgeregter. Der Hilo Farmers Market, Liliʻuokalani Gardens, Rainbow Falls und die nahen ʻAkaka Falls lohnen den Aufenthalt. Mauna Kea bietet bei gutem Wetter einen grandiosen Sternenhimmel. Der Gipfel ist kulturell sensibel und die Höhe belastet den Körper. Viele Reisende bleiben am Visitor Information Station Bereich, wo Beobachtungen bereits sehr eindrucksvoll sind.
Kauaʻi: Grüne Täler, rote Canyons und die Nā Pali Coast
Waimea Canyon und Kōkeʻe State Park
Kauaʻi wird oft Garden Isle genannt, und der Name passt besonders im Norden und Osten. Im Westen öffnet sich jedoch eine andere Welt. Der Waimea Canyon leuchtet in Rot, Braun und Grün, während Wasserfälle in die Tiefe fallen. Aussichtspunkte wie Waimea Canyon Lookout, Puʻu Hinahina und Kalalau Lookout liegen entlang der Waimea Canyon Drive und Kōkeʻe Road.
Im Kōkeʻe State Park beginnen Wanderwege wie der Awaʻawapuhi Trail, der mit weitem Blick auf die Nā Pali Klippen belohnt. Das Wetter wechselt rasch. Nebel kann in Minuten aufziehen. Starten Sie früh und tragen Sie Schuhe, die Matsch verzeihen.
Hanalei, Wailua River und die Nā Pali Coast
Hanalei Bay gehört zu den stimmungsvollsten Buchten Hawaiis. Der Pier, die grünen Berge und das breite Tal mit Taro-Feldern erzeugen eine ruhige Szenerie. Weiter westlich endet die Straße am Hāʻena State Park. Für Keʻe Beach und den Start des Kalalau Trail benötigen Sie meist eine Reservierung.
Die Nā Pali Coast erleben Sie je nach Saison per Boot, Helikopter oder zu Fuß. Bootstouren starten häufig ab Port Allen oder Hanalei, abhängig von Seegang und Jahreszeit. Der Wailua River an der Ostküste lässt sich per Kajak erkunden. Beliebte Ziele sind Fern Grotto und der Weg zu den Uluwehi Falls, auch Secret Falls genannt.
Molokaʻi und Lānaʻi: Ruhigere Inseln für bewusste Reisende
Molokaʻi zwischen Klippen und Alltagskultur
Molokaʻi zeigt ein Hawaii ohne große Resorts. Kaunakakai ist klein, freundlich und bodenständig. Die Nordküste besitzt einige der höchsten Meeresklippen der Welt. Der Kalaupapa National Historical Park erzählt die Geschichte der Menschen, die wegen Hansen-Krankheit isoliert wurden. Der Zugang ist stark reguliert und nicht immer möglich, da Schutz der Bewohner und Würde des Ortes Vorrang haben.
Im Halawa Valley im Osten verbinden sich Landschaft und Kultur. Geführte Touren vermitteln mehr als ein kurzer Fotostopp. Papohaku Beach im Westen ist lang, breit und oft erstaunlich leer. Gleichzeitig sollten Besucher respektvoll auftreten, denn viele Bewohner stehen Massentourismus kritisch gegenüber.
Lānaʻi, klein, trocken und überraschend vielfältig
Lānaʻi war lange von Ananasplantagen geprägt. Heute treffen Sie auf einen kleinen Hauptort, luxuriöse Resorts und raue Pisten. Lānaʻi City liegt im Hochland, besitzt einfache Läden, Galerien und ein angenehmes Klima. Hulopoʻe Bay eignet sich bei ruhigem Wasser zum Baden und Schnorcheln.
Für abgelegenere Ziele wie Keahiakawelo, den Garden of the Gods, oder Shipwreck Beach brauchen Sie meist ein geeignetes Fahrzeug und vorsichtige Planung. Straßen können rau sein. Fragen Sie Ihre Unterkunft oder Autovermietung, welche Strecken erlaubt sind.
Nationalparks, Naturwunder und Landschaften
Schutzgebiete, die Sie einplanen sollten
Hawaii besitzt zwei große Nationalparks: Hawaiʻi Volcanoes National Park auf Big Island und Haleakalā National Park auf Maui. Dazu kommen historische Parks wie Puʻuhonua o Hōnaunau National Historical Park, Kaloko-Honokōhau National Historical Park, Puʻukoholā Heiau National Historic Site, Pearl Harbor National Memorial und Kalaupapa National Historical Park.
Puʻuhonua o Hōnaunau an der Kona Coast ist besonders eindrucksvoll. Der Ort diente einst als Zufluchtsstätte. Rekonstruierte Holzfiguren, Mauern aus Lavastein und die Nähe zum Meer vermitteln ein Gefühl für hawaiische Ordnungssysteme vor westlichem Einfluss. Kaloko-Honokōhau zeigt traditionelle Fischteiche, Petroglyphen und Küstenökologie nahe Kailua-Kona.
Vulkane, Wasserfälle, Strände und seltene Seen
Hawaiis Landschaften wechseln kleinräumig. Auf Big Island liegen Mauna Kea, Mauna Loa, Hualālai und Kīlauea. Auf Maui dominiert Haleakalā. Kauaʻi ist älter, stärker erodiert und dadurch zerklüftet. Die Nā Pali Coast, der Waimea Canyon und der Mount Waiʻaleʻale zeigen, was Regen und Zeit aus Vulkaninseln formen.
Hawaii besitzt nur wenige natürliche Seen. Der kleine Lake Waiau am Mauna Kea liegt hochalpin und gilt kulturell als sensibel. Zugang und Wasserstand schwanken. Bedeutender für Besucher sind traditionelle Fischteiche, etwa der Menehune Fishpond auf Kauaʻi, Heʻeia Fishpond auf Oʻahu oder die Teiche im Kaloko-Honokōhau Park. Sie erzählen viel über nachhaltige Nahrungsproduktion im alten Hawaii.
Klima und beste Reisezeit
Hawaii ist ganzjährig bereisbar. Die Temperaturen bleiben meist angenehm, doch Mikroklimata prägen jede Insel. Die Luvseiten, etwa Hilo, Hāna oder Hanalei, erhalten mehr Regen. Die Leeseiten, etwa Kona, Kīhei, Wailea und Ko Olina, sind sonniger und trockener. In Höhenlagen wie Haleakalā oder Mauna Kea kann es kalt werden.
| Zeitraum | Typische Temperaturen | Wettercharakter | Reiseempfehlung |
|---|---|---|---|
| Januar bis März | ca. 20 bis 27 °C an der Küste | Etwas regenreicher, hohe Wellen an Nordküsten, Walsaison | Sehr gut für Whale Watching auf Maui, Oʻahu und Big Island. Für Badeurlaub lieber geschützte Südküsten wählen. |
| April bis Juni | ca. 22 bis 29 °C | Oft stabil, weniger Andrang als im Hochsommer | Eine der angenehmsten Reisezeiten für Rundreisen, Wandern und Strandtage. |
| Juli bis September | ca. 24 bis 31 °C | Warm, sonnig, Meer an vielen Nordstränden ruhiger | Gut für Familien und Schnorcheln. Früh buchen, da Ferienzeit. Tropische Stürme sind selten, aber möglich. |
| Oktober bis Dezember | ca. 22 bis 29 °C | Übergang zur regenreicheren Zeit, Wellen nehmen zu | Oktober und November sind oft preislich attraktiv. Dezember wird rund um Weihnachten teuer. |
Die beste Reisezeit nach Interessen
- Wandern: April, Mai, Juni, September und Oktober bieten oft gute Bedingungen und weniger Hitze.
- Surfen beobachten: November bis Februar an Oʻahus North Shore, besonders bei Wettbewerben rund um Pipeline und Sunset Beach.
- Wale sehen: Januar bis März, vor allem im ʻAuʻau Channel zwischen Maui, Lānaʻi und Molokaʻi.
- Schnorcheln: Sommermonate sind an vielen Nordküsten ruhiger, doch lokale Bedingungen zählen immer mehr als der Kalender.
Die schönsten Regionen des Bundesstaates
Leeward Oʻahu und Windward Oʻahu
Die trockene Westseite Oʻahus rund um Ko Olina und Waiʻanae ist sonnig und besitzt schöne Küstenabschnitte, darunter Yokohama Bay. Gleichzeitig ist die Region weniger touristisch ausgebaut als Waikiki. Die Windward-Seite mit Kāneʻohe, Kailua, Kualoa Ranch und der Küstenstraße Richtung Lāʻie wirkt grüner, dramatischer und lokaler.
West Maui, South Maui und Upcountry
West Maui rund um Kā’anapali, Kapalua und Napili ist bekannt für Strände und Resorts. South Maui mit Kīhei, Wailea und Mākena ist trockener und praktisch für Badeurlaub. Upcountry Maui bei Makawao, Kula und ʻUlupalakua zeigt Ranchland, Lavendelfarmen, Bauernmärkte und weite Blicke über die Insel.
Kona Coast, Kohala Coast und Hāmākua Coast
Auf Big Island ist die Kohala Coast mit Hapuna Beach, Mauna Kea Beach und Waikoloa sonnig und resortgeprägt. Die Kona Coast kombiniert historische Orte, Kaffee und Schnorchelplätze. Die Hāmākua Coast zwischen Hilo, ʻAkaka Falls, Laupāhoehoe und Waipiʻo Valley ist feucht, grün und landschaftlich besonders reizvoll.
North Shore Kauaʻi und der Westen
Die North Shore um Hanalei, Princeville und Hāʻena wirkt üppig und romantisch, leidet aber bei Starkregen unter Sperrungen. Der Westen mit Waimea, Kekaha, Polihale State Park und Kōkeʻe ist trockener, weiter und weniger dicht bebaut. Polihale ist wunderschön, aber abgelegen; Mietwagenverträge erlauben die Zufahrt nicht immer.
Beliebte Roadtrip-Routen auf Hawaii
Oʻahu Circle Island Drive
Eine Runde um Oʻahu führt von Honolulu über Diamond Head, Hanauma Bay, Makapuʻu Point, Waimānalo, Kailua, Kualoa, Lāʻie, Kahuku, Haleʻiwa und zurück über die H2 oder durch Zentral-Oʻahu. Planen Sie einen ganzen Tag und starten Sie früh. Hanauma Bay erfordert Reservierung, Kualoa Ranch bietet Filmkulissen-Touren, und an der North Shore sollten Sie den Ozean zuerst beobachten, bevor Sie ins Wasser gehen.
Maui: Road to Hāna und West Maui Loop
Die Road to Hāna ist die klassische Route, doch nicht jede Mietwagenfirma erlaubt die komplette Umrundung über die südliche Rückseite. Die West Maui Loop über Kahului, Wailuku, Waiheʻe, Kahakuloa und Kapalua ist landschaftlich großartig, aber streckenweise eng. Wer unsicher fährt, wählt Teilstücke statt der ganzen Runde.
Big Island Grand Loop
Auf Big Island verbindet eine starke Route Kailua-Kona, Puʻuhonua o Hōnaunau, South Point, Punaluʻu Black Sand Beach, Hawaiʻi Volcanoes National Park, Hilo, ʻAkaka Falls, Hāmākua Coast, Waimea und die Kohala Coast. Dafür sollten Sie mindestens fünf bis sieben Tage einplanen. Die Entfernungen wirken auf der Karte kürzer, als sie sich auf kurvigen Straßen fahren.
Kauaʻi: Von der Kokosnussküste zum Canyon
Da es keine vollständige Ringstraße gibt, erkunden Sie Kauaʻi in zwei Richtungen. Von Kapaʻa oder Līhuʻe fahren Sie nordwärts nach Hanalei und Hāʻena, sowie westwärts nach Waimea Canyon, Kōkeʻe und Kekaha. Die Kuhio Highway Abschnitte an der North Shore können nach Regen betroffen sein. Prüfen Sie den Straßenzustand am Vorabend.
Die beste Route für eine Rundreise durch Hawaii
Für eine erste Hawaii-Reise empfehle ich 17 bis 21 Tage. Weniger ist möglich, doch jeder Inselwechsel kostet Zeit durch Packen, Mietwagenrückgabe, Sicherheitskontrolle, Flug, Gepäck und neue Anfahrt. Drei Inseln sind für Erstbesucher ideal: Oʻahu, Maui und Hawaiʻi Island. Kauaʻi ersetzt Maui oder ergänzt die Route bei mehr Zeit.
| Tag | Station | Empfehlungen |
|---|---|---|
| 1 bis 4 | Honolulu, Oʻahu | Waikiki zum Ankommen, ʻIolani Palace, Bishop Museum, Pearl Harbor, Diamond Head früh morgens |
| 5 | Oʻahu North Shore | Haleʻiwa, Waimea Bay, Sunset Beach, Kahuku Food Trucks, Rückfahrt über Windward Coast |
| 6 bis 9 | Maui, South oder West Maui | Kīhei oder Kā’anapali als Basis, Schnorcheln bei Molokini oder Turtle Town, Upcountry Maui |
| 10 | Haleakalā National Park | Sonnenaufgang oder Nachmittagsbesuch, Sliding Sands Trail, Übernachtung wieder an der Küste |
| 11 bis 12 | Hāna, Maui | Road to Hāna mit Übernachtung, Waiʻānapanapa State Park, Pīpīwai Trail im Kipahulu District |
| 13 bis 15 | Kona Coast, Hawaiʻi Island | Kaffeeplantage, Kealakekua Bay, Puʻuhonua o Hōnaunau, Manta-Ray-Schnorcheln |
| 16 bis 18 | Volcano und Hilo | Hawaiʻi Volcanoes National Park, Thurston Lava Tube, Chain of Craters Road, ʻAkaka Falls, Hilo Farmers Market |
| 19 bis 21 optional | Kauaʻi | Waimea Canyon, Kōkeʻe State Park, Hanalei Bay, Wailua River, Nā Pali Bootstour bei passender See |
Praktische Routentipps
Buchen Sie Inselflüge nicht zu knapp. Ein früher Flug spart Tageslicht, doch ein späterer Flug nimmt Stress aus Mietwagenabgabe und Gepäck. Eine gute Reihenfolge ist Oʻahu zum Einstieg, dann Maui oder Kauaʻi zur Erholung, Big Island zum Abschluss mit Vulkanlandschaften. Wer vom US-Festland kommt, findet häufig gute Verbindungen über Los Angeles, San Francisco, Seattle, Portland, Dallas, Phoenix oder Las Vegas.
Bleiben Sie pro Insel mindestens vier Nächte, auf Big Island eher fünf bis sieben. Wechseln Sie dort am besten die Unterkunft zwischen Kona und Hilo oder Volcano Village. So vermeiden Sie lange Tagesfahrten und erleben beide Klimazonen.
Freizeitmöglichkeiten und Outdoor-Aktivitäten
Wandern, Schnorcheln und Surfen
Hawaii ist ein Outdoor-Ziel, aber kein Freizeitpark. Gute Wanderungen sind der Diamond Head Summit Trail, Makapuʻu Lighthouse Trail und Koko Crater Railway Trail auf Oʻahu, der Pīpīwai Trail auf Maui, der Kīlauea Iki Trail auf Big Island sowie der Awaʻawapuhi Trail auf Kauaʻi. Für anspruchsvollere Touren brauchen Sie Wetterkenntnis, Wasser, Sonnenschutz und realistische Selbsteinschätzung.
Schnorcheln lohnt an Orten wie Hanauma Bay, Shark’s Cove im Sommer, Molokini, Honolua Bay, Kealakekua Bay, Two Step bei Hōnaunau, Richardson Ocean Park bei Hilo und Poʻipū Beach auf Kauaʻi. Berühren Sie keine Korallen, halten Sie Abstand zu Schildkröten und steigen Sie nicht ins Wasser, wenn Brandung, Strömung oder trübe Sicht dagegen sprechen.
Walbeobachtung, Kajak, Reiten und Sternenhimmel
Walbeobachtungen sind zwischen Dezember und April möglich, mit Höhepunkt von Januar bis März. Maui ist besonders beliebt, weil viele Buckelwale im geschützten ʻAuʻau Channel kalben. Kajaktouren führen zu den Mokulua Islands vor Kailua, auf dem Wailua River auf Kauaʻi oder entlang ruhiger Küstenabschnitte.
Reiten passt gut zu Waimea auf Big Island, zur Kualoa Ranch auf Oʻahu oder zu Upcountry Maui. Für Sternenbeobachtung zählen Mauna Kea, Haleakalā und abgelegene Küstenabschnitte auf Big Island zu den besten Orten. Nehmen Sie eine rote Taschenlampe mit, damit Ihre Augen an die Dunkelheit angepasst bleiben.
Kultur, Traditionen und Veranstaltungen
Aloha, Hula und Lei richtig einordnen
Aloha bedeutet mehr als Hallo und Tschüss. Es beschreibt auch Zuwendung, Respekt und eine Haltung des Miteinanders. Ähnlich wird ʻohana häufig mit Familie übersetzt, meint aber auch Verantwortung und Verbundenheit. Besucher müssen keine hawaiischen Begriffe künstlich verwenden, sollten sie aber respektvoll behandeln.
Hula ist keine simple Unterhaltung für Hotelabende. Der Tanz bewahrt Geschichte, Genealogie, Naturbeobachtung und Spiritualität. Wer tiefer einsteigen möchte, besucht das Merrie Monarch Festival in Hilo, eines der wichtigsten Hula-Festivals überhaupt. Tickets sind begehrt, doch auch Rahmenveranstaltungen und Paraden lohnen.
Feste und Termine für Ihre Planung
- Merrie Monarch Festival: Hilo, meist nach Ostern, bedeutendstes Hula-Festival.
- Kamehameha Day: 11. Juni, mit Paraden und Lei-Zeremonien, besonders in Honolulu und Kohala.
- Aloha Festivals: Oʻahu, meist im September, mit Musik, Parade und kulturellen Veranstaltungen.


