Monument Valley in Arizona
Monument Valley in Arizona begeistert mit roten Felsmonumenten, Navajo-Kultur, Filmkulissen und einem der eindrucksvollsten Panoramen im Südwesten der USA.
Wenn Sie durch den Südwesten der USA reisen, begegnen Ihnen viele berühmte Landschaften. Doch Monument Valley wirkt anders. Nicht wie ein einzelner Aussichtspunkt, den man kurz abhakt. Eher wie eine Bühne aus Sandstein, Himmel und Licht, die sich langsam vor Ihnen öffnet.
Die gewaltigen Tafelberge und Felsnadeln stehen frei in der Wüste. Sie werfen lange Schatten, glühen bei Sonnenaufgang dunkelrot und wirken bei Wind und Staub fast unwirklich. Viele kennen diese Landschaft aus Western, Werbefilmen oder Reisemagazinen. Vor Ort merken Sie schnell: Kein Foto ersetzt den Moment, wenn die ersten Buttes am Horizont auftauchen.
Monument Valley ist aber mehr als ein Fotomotiv. Das Gebiet liegt in der Navajo Nation und besitzt für die Diné, wie sich die Navajo selbst nennen, eine tiefe kulturelle Bedeutung. Wer hier reist, besucht keinen gewöhnlichen Nationalpark, sondern einen Ort mit Geschichte, Spiritualität und klaren Regeln. Genau das macht den Besuch besonders wertvoll.
Ein Tal, das wie eine Filmkulisse wirkt und doch viel echter ist
Was Monument Valley so besonders macht
Monument Valley ist vor allem für seine freistehenden Sandsteinformationen bekannt. Einige ragen mehrere Hundert Meter aus der flachen Wüstenlandschaft auf. Ihre Formen erinnern an Türme, Hände, Burgen oder riesige Skulpturen. Besonders berühmt sind die East Mitten Butte, die West Mitten Butte und der Merrick Butte. Sie bilden das klassische Panorama, das viele Reisende mit dem amerikanischen Westen verbinden.
Die Landschaft entstand über Millionen von Jahren. Wasser, Wind und Erosion trugen weichere Gesteinsschichten ab. Zurück blieben die härteren Sandsteinreste, die heute wie Monumente in der Ebene stehen. Die rote Farbe stammt von Eisenoxid im Gestein. Je nach Tageszeit wechselt sie von warmem Orange bis zu tiefem Rostrot.
Besonders eindrucksvoll ist die Weite. Anders als in engen Canyons sehen Sie hier, wie sich Himmel und Erde begegnen. Wolken werfen wandernde Schatten auf den Sand. Staubschleier ziehen über die Piste. Am Abend leuchten die Felsen, während der Horizont langsam blau wird. Diese Mischung aus Ruhe, Größe und Licht macht den Ort so einprägsam.
Navajo-Land statt klassischer Nationalpark
Monument Valley gehört nicht zum National Park Service. Das Gebiet ist Teil des Monument Valley Navajo Tribal Park. Verwaltung, Regeln und Eintritt liegen bei der Navajo Nation. Für Besucher bedeutet das: Sie bewegen sich in einem kulturell sensiblen Raum, in dem Respekt wichtiger ist als der perfekte Fotostopp.
Viele Bereiche dürfen Sie nur mit Navajo-Guides besuchen. Das schützt heilige Orte, private Wohnbereiche und empfindliche Landschaftszonen. Gleichzeitig gewinnen Sie dadurch Einblicke, die Sie allein nicht bekommen würden. Guides erzählen oft von der Bedeutung einzelner Felsen, von traditionellen Lebensweisen und von der Geschichte der Region.
Wenn Sie Monument Valley besuchen, lohnt es sich, diesen Unterschied bewusst wahrzunehmen. Sie reisen nicht nur durch eine berühmte Landschaft. Sie sind Gast auf Navajo-Land.
Wo liegt Monument Valley genau?
Zwischen Arizona und Utah, mitten im Colorado Plateau
Monument Valley liegt im Südwesten der USA auf dem Gebiet der Navajo Nation. Die berühmten Aussichtspunkte und der Visitor-Bereich befinden sich nahe der Grenze zwischen Arizona und Utah. Der Haupteingang zum Tribal Park liegt in Arizona, während Teile der umliegenden Landschaft bis nach Utah reichen.
Die nächstgelegenen Orte sind Kayenta in Arizona und Mexican Hat in Utah. Größere Reiseziele in der Umgebung sind Page, Moab, Grand Canyon South Rim und Canyon de Chelly. Deshalb lässt sich Monument Valley sehr gut in eine Rundreise durch den Südwesten einbauen.
- Von Kayenta: etwa 35 Kilometer bis zum Visitor Center
- Von Mexican Hat: etwa 40 Kilometer über die landschaftlich schöne US 163
- Von Page: etwa 200 Kilometer, je nach Route rund 2,5 bis 3 Stunden Fahrzeit
- Vom Grand Canyon South Rim: etwa 280 bis 320 Kilometer, meist 3,5 bis 4,5 Stunden
- Von Moab: etwa 240 Kilometer, ungefähr 3 Stunden Fahrzeit
Die Anfahrt ist Teil des Erlebnisses. Besonders die Straße US 163 nördlich des Parks zählt zu den bekanntesten Highways im Westen der USA. Dort öffnet sich der Blick auf die Felsmonumente schon lange vor dem Eingang.
Wichtiger Hinweis zur Uhrzeit
Die Zeit in dieser Region kann Reisende verwirren. Arizona nutzt größtenteils keine Sommerzeit. Die Navajo Nation richtet sich jedoch nach der Mountain Time und beachtet in der Regel die Sommerzeit. Das kann dazu führen, dass Monument Valley zeitweise eine andere Uhrzeit hat als andere Orte in Arizona.
Prüfen Sie deshalb vor Touren, Hotelbuchungen und Sonnenaufgangsplänen die lokale Zeit am Park oder bei Ihrer Unterkunft. Gerade geführte Touren starten pünktlich. Ein kurzer Check erspart Ihnen Stress.
Warum sich ein Besuch wirklich lohnt
Der erste Blick bleibt im Gedächtnis
Viele Reisende planen Monument Valley als kurzen Stopp zwischen Grand Canyon und Moab. Vor Ort wünschen sich viele dann mehr Zeit. Der Grund ist einfach: Diese Landschaft funktioniert nicht im Vorbeifahren. Sie braucht Licht, Stille und Perspektive.
Schon der Blick vom Visitor Center ist beeindruckend. Vor Ihnen stehen die drei berühmten Buttes wie Wächter in der Ebene. Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird. Sie müssen nicht viel tun. Schauen reicht.
Besonders lohnend sind Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Morgens schiebt sich das Licht langsam über die Ebene und färbt die Felsen golden. Abends werden die Konturen weicher, während die Schatten länger werden. Wer gerne fotografiert, findet hier unzählige Motive. Aber auch ohne Kamera bleibt der Moment stark.
Mehr Tiefe durch geführte Touren
Sie können Teile von Monument Valley auf eigene Faust über den Valley Drive erkunden. Noch intensiver wird der Besuch mit einer geführten Tour. Navajo-Guides bringen Sie in Bereiche, die für Selbstfahrer nicht zugänglich sind, darunter Felsbögen, abgelegenere Aussichtspunkte und kulturell bedeutsame Orte.
Eine Tour lohnt sich besonders, wenn Sie nicht nur schöne Bilder suchen, sondern die Landschaft besser verstehen möchten. Viele Guides kennen Fotospots, Lichtverhältnisse und Geschichten, die in keinem Straßenschild stehen. Außerdem unterstützen Sie damit lokale Anbieter direkt.
Beliebt sind Touren am frühen Morgen, am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang. Einige Anbieter bieten auch längere Ausflüge mit kulturellen Elementen an. Vergleichen Sie Dauer, Route und Gruppengröße, bevor Sie buchen.
Der Valley Drive: Staub, Weite und große Namen
Die berühmte Rundstrecke durch das Tal
Der Valley Drive ist die bekannteste Strecke im Monument Valley Navajo Tribal Park. Die unbefestigte Piste ist rund 17 Meilen lang, also etwa 27 Kilometer. Sie führt zu mehreren markanten Formationen und Aussichtspunkten. Für viele Besucher ist sie der Kern des Aufenthalts.
Zu den bekannten Stopps zählen unter anderem die Mitten Buttes, Merrick Butte, Elephant Butte, Three Sisters, John Ford’s Point, Totem Pole und Artist’s Point. Einige Namen stammen aus der Filmgeschichte, andere beschreiben die Formen der Felsen. Jeder Stopp zeigt das Tal aus einem anderen Winkel.
Planen Sie für den Valley Drive mindestens zwei bis drei Stunden ein. Wer oft fotografiert oder die Aussicht in Ruhe genießen möchte, bleibt länger. Nach Regen kann die Straße schwierig werden. Dann bilden sich Spurrillen, weiche Stellen und schlammige Passagen. Bei ungünstigen Bedingungen können Teile gesperrt sein.
Mit welchem Auto Sie fahren sollten
Für die Strecke brauchen Sie nicht zwingend ein Geländefahrzeug, aber ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit ist angenehm. Normale Mietwagen schaffen den Valley Drive bei trockenen Bedingungen oft, doch die Piste kann ruppig sein. Tiefe Schlaglöcher, Sand und ausgewaschene Abschnitte gehören dazu.
Fahren Sie langsam, halten Sie Abstand und unterschätzen Sie den Staub nicht. Bei viel Verkehr liegt die Sicht manchmal nur bei wenigen Metern. Prüfen Sie außerdem Ihren Mietwagenvertrag. Manche Vermieter erlauben das Befahren unbefestigter Straßen nicht oder schließen Schäden dort aus.
Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie eine geführte Tour. Das ist entspannter, schont das Mietauto und bietet oft mehr Inhalt als eine reine Selbstfahrt.
Beste Reisezeit für Monument Valley
Frühling und Herbst sind besonders angenehm
Die besten Monate für Monument Valley sind meist April, Mai, September und Oktober. Dann sind die Temperaturen tagsüber angenehm, die Luft ist oft klar und die Lichtstimmung eignet sich hervorragend für Fotos. Auch längere Stopps am Valley Drive fallen leichter, weil die Hitze weniger belastet.
Im Frühling kann es windig sein. Staub liegt dann manchmal in der Luft, was die Sicht trüben, aber auch dramatische Lichtstimmungen erzeugen kann. Im Herbst wirken die Tage oft ruhiger. Die Nächte werden kühler, vor allem im Oktober.
Sommer, Winter und Wetterwechsel
Der Sommer bringt Hitze, starke Sonne und gelegentliche Gewitter. Temperaturen über 35 Grad Celsius sind möglich. Wenn Sie im Juli oder August reisen, planen Sie Aktivitäten früh morgens oder spät nachmittags. Nehmen Sie deutlich mehr Wasser mit, als Sie für nötig halten.
Der Winter ist stiller und weniger besucht. Schnee ist möglich, aber nicht dauerhaft. Wenn rote Felsen unter einer dünnen Schneeschicht liegen, entsteht eine besondere Stimmung. Gleichzeitig können Straßenverhältnisse schwieriger werden, und die Tage sind kurz. Prüfen Sie Öffnungszeiten und Wetterbericht besonders sorgfältig.
Grundsätzlich gilt: Monument Valley lebt vom Licht. Wenn Ihre Route flexibel ist, schenken Sie dem Ort einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Das verändert den gesamten Eindruck.
Anreise, Parken und Orientierung vor Ort
So erreichen Sie den Tribal Park
Die meisten Besucher reisen mit dem Mietwagen an. Öffentliche Verkehrsmittel spielen in dieser Region kaum eine praktische Rolle. Von Norden führt die US 163 durch eine der berühmtesten Straßenansichten der USA. Von Süden kommen Sie meist über Kayenta und die US 163.
Der Eingang zum Park liegt nahe dem Visitor Center. Dort zahlen Sie den Eintritt, erhalten Informationen und sehen direkt auf das klassische Panorama. Je nach Saison können Öffnungszeiten variieren. Prüfen Sie aktuelle Angaben vor Ihrer Anreise, besonders wenn Sie sehr früh oder spät eintreffen möchten.
Parken am Visitor Center
Am Visitor Center stehen Parkplätze zur Verfügung. Von dort erreichen Sie den Aussichtspunkt in wenigen Schritten. Auch wer den Valley Drive nicht fährt, bekommt hier bereits einen großartigen Eindruck. Toiletten, ein Shop und oft auch Informationen zu Touren finden Sie ebenfalls in diesem Bereich.
Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang kann es voller werden, vor allem in der Hauptreisezeit. Kommen Sie dann etwas früher. So finden Sie leichter einen Parkplatz und können die Lichtstimmung ohne Hektik genießen.
Kosten und Eintritt: Was Sie einplanen sollten
Eintritt in den Monument Valley Navajo Tribal Park
Der Eintritt wird von der Navajo Nation erhoben. Häufig liegt er bei etwa 8 US-Dollar pro Person, wobei sich Preise ändern können. Kinder unter einem bestimmten Alter zahlen oft keinen Eintritt. Der America the Beautiful Pass für US-Nationalparks gilt hier nicht, da Monument Valley kein Nationalpark des Bundes ist.
Informieren Sie sich vor der Reise auf den offiziellen Seiten der Navajo Parks oder bei Ihrer Unterkunft. Gerade Öffnungszeiten, Preise und Zugangsregeln können sich saisonal oder wetterbedingt ändern.
Zusätzliche Kosten für Touren
Geführte Touren kosten extra. Der Preis hängt von Dauer, Route, Gruppengröße und Anbieter ab. Kurze Touren durch das Tal sind günstiger als private Fototouren oder Ausflüge in abgelegenere Bereiche. Wenn Sie zur goldenen Stunde unterwegs sein möchten, buchen Sie rechtzeitig.
Denken Sie auch an Trinkgeld für Guides, sofern Sie zufrieden waren. In den USA ist Trinkgeld ein üblicher Teil der Reisekultur. Bei lokalen Touren kommt es direkt bei den Menschen an, die Ihr Erlebnis gestalten.
Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?
Kurzer Stopp oder bewusster Aufenthalt
Wenn Ihre Route eng getaktet ist, können Sie Monument Valley in zwei bis drei Stunden erleben. Dann besuchen Sie das Visitor Center, genießen den Hauptblick und fahren vielleicht einen Teil des Valley Drive. Das reicht für einen starken Eindruck, bleibt aber oberflächlich.
Deutlich besser ist ein Aufenthalt von einer Nacht. So erleben Sie Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Genau diese Tageszeiten geben dem Tal seine besondere Tiefe. Zudem reisen Sie entspannter, weil Sie nicht in der Mittagshitze oder Dunkelheit weiterfahren müssen.
Idealer Zeitplan für Individualreisende
Ein guter Ablauf sieht so aus: Ankunft am Nachmittag, Einchecken in der Nähe, Besuch des Visitor Centers, Sonnenuntergang, Übernachtung, Sonnenaufgang und danach Valley Drive oder geführte Tour. Anschließend fahren Sie weiter Richtung Page, Moab, Grand Canyon oder Canyon de Chelly.
Wenn Sie fotografieren, wandern oder eine längere Navajo-Tour machen möchten, planen Sie zwei Nächte ein. So können Sie schlechtes Wetter besser abfedern und müssen nicht jede Aktivität in wenige Stunden pressen.
Übernachten in der Nähe: Von Panoramablick bis Roadtrip-Basis
Direkt am Tal schlafen
Die begehrteste Unterkunft ist The View Hotel direkt am Rand des Tribal Parks. Viele Zimmer blicken auf die berühmten Buttes. Wenn Sie dort übernachten, erleben Sie den Sonnenaufgang ohne lange Anfahrt. Das ist ein großer Vorteil, besonders im Winter oder bei sehr frühen Touren.
Auch die The View Cabins und der zugehörige Campingbereich sind beliebt. Die Lage ist außergewöhnlich, deshalb sollten Sie früh buchen. Besonders Zimmer mit Aussicht sind schnell vergeben.
Goulding’s Lodge, Kayenta und Orte in Utah
Goulding’s Lodge liegt westlich des Parks und gehört zu den klassischen Unterkünften der Region. Die Anlage bietet Geschichte, Ausblick und praktische Nähe zum Monument Valley. Sie eignet sich gut, wenn Sie Komfort suchen und nicht direkt im Park übernachten.
Weitere Optionen finden Sie in Kayenta. Der Ort bietet Motels, Tankstellen und Restaurants und liegt praktisch für die Weiterfahrt Richtung Grand Canyon oder Page. Nördlich des Tals kommen Mexican Hat und Bluff infrage. Diese Orte passen gut, wenn Ihre Route weiter nach Moab, Valley of the Gods oder zu den Natural Bridges führt.
- Beste Lage für Sonnenaufgang: The View Hotel oder Cabins
- Solide Roadtrip-Basis: Goulding’s Lodge
- Praktisch für Durchreisende: Kayenta
- Gut für Utah-Routen: Mexican Hat oder Bluff
Sehenswürdigkeiten in der Nähe, die Ihre Route bereichern
Rund um die US 163
Wenn Sie von Norden kommen, sollten Sie den berühmten Blickpunkt an der US 163 einplanen. Dort verläuft die Straße scheinbar geradewegs auf Monument Valley zu. Viele kennen die Szene aus Filmen und Fotos. Achten Sie aber unbedingt auf Verkehr. Bleiben Sie nicht mitten auf der Fahrbahn stehen.
In der Nähe liegt auch Mexican Hat, ein kleiner Ort mit einer markanten Felsformation, die wie ein Sombrero wirkt. Nicht weit entfernt befinden sich die Goosenecks of the San Juan. Dort schneidet sich der San Juan River in engen Schleifen tief in das Plateau. Der Aussichtspunkt ist leicht erreichbar und eignet sich gut als kurzer Abstecher.
Valley of the Gods, Muley Point und Four Corners
Das Valley of the Gods erinnert landschaftlich an eine ruhigere, weniger entwickelte Schwester von Monument Valley. Die unbefestigte Straße führt durch eine weite Felslandschaft in Utah. Bei trockenen Bedingungen ist sie für viele Fahrzeuge machbar, doch auch hier gilt: Wetter und Mietwagenbedingungen prüfen.
Muley Point bietet einen weiten Blick über Canyons und Wüstenflächen. Der Abstecher lohnt sich besonders bei klarer Sicht. Etwas weiter entfernt liegt das Four Corners Monument, an dem Arizona, Utah, Colorado und New Mexico zusammentreffen. Der Ort ist eher ein geografischer Stopp als ein Naturhighlight, passt aber gut in manche Rundreise.
Für längere Routen bieten sich außerdem Canyon de Chelly, Page mit Antelope Canyon und Horseshoe Bend, der Grand Canyon sowie Moab mit Arches und Canyonlands an.
Praktische Reisetipps für einen entspannten Besuch
Respekt, Regeln und gute Vorbereitung
Monument Valley ist ein besonderer Ort. Bleiben Sie auf erlaubten Straßen und Wegen. Betreten Sie keine privaten Bereiche, klettern Sie nicht auf Felsen und respektieren Sie Hinweise der Navajo Nation. Drohnen sind in der Regel nicht erlaubt. Auch das Fotografieren von Menschen, Wohnbereichen oder Zeremonien verlangt Sensibilität und oft vorherige Zustimmung.
Packen Sie vorausschauend. In der Region sind Entfernungen groß, Mobilfunkempfang kann schwach sein, und Serviceangebote liegen nicht an jeder Ecke. Tanken Sie rechtzeitig, besonders wenn Sie am Abend anreisen oder weiter nach Utah fahren.
- Nehmen Sie ausreichend Wasser mit, auch bei kurzen Stopps.
- Tragen Sie Sonnenschutz, Hut und Sonnenbrille.
- Planen Sie warme Kleidung für Morgen und Abend ein.
- Speichern Sie Karten offline auf dem Smartphone.
- Prüfen Sie Wetter, Öffnungszeiten und lokale Uhrzeit am Vortag.
- Fahren Sie auf Pisten langsam und vermeiden Sie riskante Manöver.
Fototipps ohne Stress
Die schönsten Bilder entstehen oft nicht zur Mittagszeit, sondern am Rand des Tages. Für den klassischen Blick auf die Mitten Buttes ist der Bereich am Visitor Center ideal. Morgens kommt das Licht besonders schön über die Ebene. Abends bieten sich warme Farben und lange Schatten.
Wenn Sie den berühmten Highway-Blick fotografieren möchten, suchen Sie einen sicheren Parkplatz neben der Straße. Nutzen Sie ein Teleobjektiv oder eine längere Brennweite, um die Monumente näher wirken zu lassen. Achten Sie dabei immer auf Fahrzeuge. Ein gutes Bild ist nie wichtiger als Sicherheit.
Bei Wind schützt ein Tuch oder Beutel Kamera und Objektiv vor Sand. Wechseln Sie Objektive möglichst nicht mitten im Staub. Für Smartphone-Fotos lohnt es sich, die Linse regelmäßig zu reinigen. Feiner Sand legt sich schnell darauf.
FAQ: Häufige Fragen zu Monument Valley
Liegt Monument Valley in Arizona oder Utah?
Monument Valley liegt an der Grenze zwischen Arizona und Utah. Der Haupteingang und das Visitor Center des Monument Valley Navajo Tribal Park befinden sich in Arizona auf dem Gebiet der Navajo Nation. Die umliegende Landschaft reicht jedoch bis nach Utah.
Kann man Monument Valley ohne Tour besuchen?
Ja, Sie können das Visitor Center besuchen und bei passenden Bedingungen den Valley Drive selbst fahren. Einige Bereiche sind jedoch nur mit Navajo-Guides zugänglich. Eine geführte Tour lohnt sich, wenn Sie mehr über Kultur, Geschichte und versteckte Aussichtspunkte erfahren möchten.
Wie lange dauert der Valley Drive?
Für den Valley Drive sollten Sie mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Die Strecke ist etwa 17 Meilen lang und unbefestigt. Fotostopps, Staub, Verkehr und Straßenzustand können die Fahrzeit verlängern.
Ist Monument Valley im Nationalparkpass enthalten?
Nein. Der America the Beautiful Pass gilt hier nicht, weil Monument Valley von der Navajo Nation verwaltet wird und kein US-Nationalpark des Bundes ist. Der Eintritt wird separat erhoben.
Wann ist die beste Tageszeit für Fotos?
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bieten meist das schönste Licht. Am Morgen leuchten die Felsen besonders klar, während am Abend lange Schatten und warme Farben entstehen. Die Mittagszeit ist oft härter und kontrastreicher.
Braucht man ein Geländefahrzeug?
Bei trockenen Bedingungen schaffen viele normale Mietwagen den Valley Drive, doch die Piste ist rau. Ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit ist angenehmer. Nach Regen kann die Strecke schwierig oder gesperrt sein. Prüfen Sie außerdem die Bedingungen Ihres Mietwagenvertrags.
Kann man Monument Valley als Tagesausflug besuchen?
Ja, das ist möglich, etwa von Page, Kayenta oder Mexican Hat. Noch besser ist eine Übernachtung in der Nähe. So erleben Sie die Landschaft bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang und reisen deutlich entspannter.
Welche Orte lassen sich gut mit Monument Valley kombinieren?
Sehr gut passen Goosenecks State Park, Valley of the Gods, Muley Point, Canyon de Chelly, Page, Grand Canyon South Rim und Moab in eine Rundreise. Die beste Kombination hängt davon ab, ob Sie von Arizona nach Utah fahren oder umgekehrt.
Monument Valley bewusst erleben
Monument Valley ist kein Ort für Eile. Natürlich können Sie hier anhalten, fotografieren und weiterfahren. Doch das Tal belohnt Reisende, die ihm Zeit geben. Schon eine Nacht verändert den Eindruck spürbar. Sie sehen, wie sich Farben verschieben, wie die Felsen mit dem Licht arbeiten und wie still die Wüste werden kann.
Für deutschsprachige USA-Urlauber gehört Monument Valley zu den eindrucksvollsten Stationen im Südwesten. Es verbindet Landschaft, Roadtrip-Gefühl, Filmgeschichte und Navajo-Kultur auf engem Raum. Wenn Sie respektvoll reisen, gut planen und nicht nur nach dem nächsten Foto suchen, nehmen Sie mehr mit als schöne Bilder.
Planen Sie ausreichend Zeit, prüfen Sie aktuelle Regeln und lassen Sie Raum für langsame Momente. Dann wird Monument Valley nicht nur ein Stopp auf Ihrer Route, sondern einer dieser Orte, an die Sie sich noch lange erinnern.


